Mit Blick auf die soziale Gerechtigkeit soll im Rahmen von Plan D auch etwas für die Radfahrer getan werden, die in der Diskussion um den Diesel-Skandal bzw. die Stickoxid-Problematik bisher nur am Rande vorgekommen sind. Die Radfahrer sind nämlich von der verkehrsbedingen Schadstoff-Emission in den Ballungsgebieten besonders stark betroffen, weil sie häufig in unmittelbarer Nähe der Emittenten unterwegs sind. Bedingt dadurch nehmen sie mehr verkehrsbedingte Schadstoffe auf als jede andere Personengruppe im innerstädtischen Bereich. Aus diesem Grund wird mit Plan D eine Variante der ökologischen Navigation bereitgestellt (D-Bike), mit deren Hilfe die Schadstoffbelastung der Radfahrer auf das unter den gegebenen Umständen mögliche Minimum reduziert werden soll. Und zwar wird bei dieser Form der Navigation diejenige Streckenführung ermittelt, auf der die inhalationsbedingte Schadstoffbelastung der Radfahrer am geringsten ist. Dabei werden das Atemvolumen und die Atemfrequenz des Radfahrers sowie die Konzentration der Schadstoffe in der Außenluft in Kopfhöhe des Radfahrers berücksichtigt. Letztere Informationen werden von D-eco bereitgestellt. Auf diese Weise kann im Zusammenwirken von D-eco und D-Bike die NOx-Belastung der Radfahrer signifikant reduziert werden, was angesichts der eingangs zitierten Studie des BGA über die von Stickoxiden verursachten Gesundheitsschäden durchaus relevant ist.