Bei der ökologischen Navigation (D-eco) wird die bisher wenig beachtete Geschwindigkeitsabhängigkeit der Schadstoffemission benutzt. Dabei werden für jedes Fahrzeug typspezifische Emissionsfunktionen verwendet, die die Abhängigkeit der Schadstoffemission von der mittleren Geschwindigkeit des Verkehrsflusses und der mittleren Steigung beschreiben. Die ökologische Navigation orientiert sich sowohl an der aktuellen Verkehrssituation als auch an der aktuellen Schadstoffkonzentration in der Außenluft. Dadurch wird einerseits die Emission der einzelnen Fahrzeuge minimiert und andererseits der emissionsintensive Teil des Verkehrs um die höher belasteten Gebiete herumgeführt. Dies führt zu einer räumlichen Entflechtung des Verkehrs und damit zu einer Entlastung der am stärksten belasteten Straßenabschnitte. Zusätzlich zur räumlichen Entflechtung umfasst die ökologische Navigation auch eine zeitliche Entflechtung des Straßenverkehrs unter Ausnutzung des charakteristischen Tagesgangs der Verkehrsdichte bzw. der Schadstoffkonzentration in der Außenluft. Aufgrund von Modellrechnungen können diese Maßnahmen zu einer Reduzierung der verkehrsbedingten Schadstoffbelastung in Höhe von 10 bis 20 % führen.

 

Der Algorithmus von D-eco behandelt alle Schadstoffemittenten in der gleichen Weise, das heißt starke NOx-Emittenten werden nach Möglichkeit um die NO2-belasteten Gebiete herum navigiert, während starke Feinstaub-Emittenten um die P10-belasteten Gebiete herumgeführt werden. Der Algorithmus ist sowohl bei Diesel-PKW als auch bei Benzin-PKW anwendbar. Ermöglicht wird dies durch einen von IDEA System entwickelten Immissions-Score, der die Emissionsfunktionen und die Emissions- und Immissionsgrenzwerte zusammenführt. Dieser Immissions-Score ist ein universeller Parameter von Plan D, der sowohl die ökologische Navigation als auch die Hardware-Nachrüstung steuert.